"SPIEL UND ERNST. CARL SCHMITTS ANGRIFF AUF DIE KUNST" - DR. NICOS
TZANAKIS PAPADAKIS. Dr. phil. FREIE UNIVERSITÄT BERLIN
Διάλεξη στο πλαίσιο των επιστημονικών συναντήσεων (Kolloquium) και των
μεταπτυχιακών μαθημάτων του Τμήματος
18/11/2025, 10.00-12.00, Αίθουσα 736.
Abstract
1956 veröffentlichte Carl Schmitt "Hamlet oder Hekuba. Der Einbruch der
Zeit in das Spiel". Das Buch entfaltet eine Deutung von Shakespeares
Hamlet. Deren Ziel ist ein doppeltes: erstens, das sogenannte
Hamlet-Rätsel ein für allemal zu lösen und zweitens, die These zu
untermauern, Shakespeares Hamlet sei kein Trauerspiel, sondern eine echte
Tragödie. Dieser Deutung liegt eine bestimmte Auffassung vom tragischen
Kunstwerk zugrunde, mit der sich Schmitt gegen die philosophische Ästhetik
wendet. Sie kreist um die Antithetik von Ernst und Spiel, und ist gegen
den kritischen Impuls sowie den autonomen Charakter der Kunst überhaupt
gerichtet. Im Vortrag geht es darum, erstens Schmitts Kunstauffassung aus
seiner Hamlet-Deutung zu rekonstruieren, zweitens ihre Folgen benennen und
drittens die Frage zur Diskussion zu stellen, ob und inwiefern diese
Kunstauffassung die exakte Umkehrung jener Theorie darstellt, der zufolge
Kunst der Platzhalter einer noch nicht verwirklichten Freiheit ist.
