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Kolloquium: Literaturtheorie (W. Benning)

Übersicht 1995-2004

 

WS 95/96

Theorie der literarischen Analyse (kontroverse Kleist-Interpretationen)

SS 96

Kollektivsymbolik und Psychoanalyse

WS 96/97

Ursprung und Struktur

SS 97

Sprache und Sprechen bei Kleist und Kafka

WS 97/98

Forschungsberichte der Teilnehmer

SS 98

Fotografie und Poesie

WS 98/99

Das idealistische Konzept des Erhabenen. Kant (Kritik der Urteilskraft), Schil­ler (Vom Erhabenen) und Hegel (Ästhetik). Die Vorstellung des Einen und seine Beziehung zum Unendlichen als Grundlage des Erhabenen. Parallelen zu moder­nen Theorien der Subjekt­konstitution (Lacan).

SS 99

Problematik des Erhabenen in Hinsicht auf eine ästhetische Theorie der Mo­derne (und Postmoderne). Das Schöne bei Nietzsche (Geburt der Tragödie) als Fortführung eines Entwurfs des Erhabenen. Adornos Alternative (Ästhetische Theorie). Wesentliche Aspekte der aktuellen Diskussion (Lyotard).

WS 99/00

Sprache, Poesie. Textbeispiele aus Literatur und Theorie zum Thema unüber­windbarer Gren­zen des Sprachlichen und Begrifflichen. Transzendenz als Kon­kretes (Individuelles), Eines (Absolutes), Reales. Saussure und Hofmannsthal. Universalität, Arbitrarität und Ne­gativität des Wertes. Sprachsystem und unmögliche Poesie. Rück­blick: Kant, Nietzsche und Lacan. Scheitern der Einbildungskraft und Rettung des Subjekts. Transzendenz und Phantasma. Weiterführung mit Auszügen aus: Derrida (Grammatologie), Witt­genstein (Philosophische Untersuchungen), Schelling (Philosophie und Religion), Hegel (Phäno­menologie), Kleist (Briefe), E.T.A. Hoff­mann (Kreisleriana).

SS 2000

Psychoanalyse und Transzendenz. Freuds Konzeption des Unbewussten. Das Unsagbare als Bereich des Verdrängten. Zweckhafte Beziehung zwischen Begeh­ren (Wunsch) und Manifestation (Symptom, Lapsus...). Transzendenz im Rah­men der finalistischen Imma­nenz menschlicher Triebhaftigkeit (erotische und Todestriebe). Unsagbares als Ungesagtes der Selbsterkenntnis. Das Denken des Todestriebes als Sprengung der Immanenz. (Das Ich und das Es, Zur Einführung des Narzissmus, Jenseits des Lustprinzips).

WS 00/01

Übersetzungstheorie: Benjamin (und Derrida). Benjamins Auffassung des litera­rischen Übersetzens (Die Aufgabe des Übersetzers) in der Tradition von Schlei­ermacher und Goethe. Relevanz für die aktuelle Diskussion in der Überset­zungstheorie. Im Vergleich dazu Derridas Aufsatz Theologie der Übersetzung.

SS 2001

Heideggers Rilke-Interpretation. Heideg­gers Aufsatz Wozu Dichter? (1946) wesentlich als Interpretation des dichteri­schen Spätwerks Rilkes (Duineser Ele­gien, Sonette an Or­pheus). Diskussion der interpretatorischen Kraft zentraler Begriffe wie «das Offene» oder «reiner Bezug».

WS 01/02

Kafka: Raum, Zeit und Schrift. Vorstellungsschemata und -stereotype des Raumes und der Zeit in ‚theoretischen’ Äußerungen Kafkas. Zusammenhang dieser Formen mit seiner Reflexion über das Schreiben und die Schrift. Räumliche Vor­stellung: Kategorien der An­schauung wie Distanz/Nähe, Tiefe/Oberfläche, In­nen/Außen, Zentrum/Peripherie, Be-/Entgrenzung und Geschlossenheit/Lücke. Auffassung der Zeit: Kategorien von Anfang (Ursprung)/Ende und Progres­sion/Regression. Thema der Ungeduld.

SS 2002

Kafka: Raum, Zeit und Schrift II. Fortfürung des Seminars vom letzten Se­mester. Zu­sätzlich zu befragende Kategorien: Kreis und Unübersichtlichkeit, Fülle/Leere und Prä­senz/Absenz.

WS 02/03

Interpretation und Lektüre. Vorstellung und Erörterung aktueller Positionen in der Lite­raturtheorie. Ausgangspunkt David Wellberys Thesen zu Posthermeneutische(n) Kon­zepte(n) der Texterörterung. Die Auseinandersetzung zwischen ‘Hermeneutik’ (Interpre­tation) und ‘Poststrukturalismus’ (Lektüre). ästhetische Erfahrung zwischen historischer Diskursformation und ‚spontaner’ Theorie. Nationalstaatliche Konzepte und globalisierte Dekonstruktion.  

SS 2003

Hermeneutik und Poststrukturalismus. Systematische Einführung in Grundlagen der aktuellen Auseinandersetzung. Das Verhältnis von Literatur und Theorie. Der Status des Arguments in der Literaturwissenschaft. Praktische Relevanz für schriftliche Arbeiten im (Postgraduierten-) Studium.

WS 03/04

Hermeneutik und Poststrukturalismus II. Weiterführung des Seminars aus dem letzten Semester. Zum Verständnis impliziter Theorie in Analysen von Literatur.

SS 2004

Forschungsberichte der Teilnehmer.